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11.01.2012, 11:00 Uhr | Schifferstadter Tagblatt

Rückenstärkung für Wulff, Lob für Kanzlerin Merkel

Norbert Schindler liefert politischen Rundumschlag bei Neujahrsempfang der CDU Schifferstadt

Einen politischen Quer- und Rundumschlag lieferte Bundestagsabgeordneter Norbert Schindler beim Neujahrsempfang der CDU am Samstagabend im Pfarrzentrum St. Jakobus ab. Stellung bezog er sowohl zu Angriffen auf seine eigene Person, zur Debatte um Bundespräsident Christian Wulff, zur FDP und zur Eurokrise – unmissverständlich und deutlich formuliert.

Norbert Schindler begeisterte die Zuhörer
Menschlich nachvollziehbar sei die Reaktion Wulffs auf die Veröffentlichungsvorhaben über seinen Privatkredit gewesen. Zorn müsse abgeladen werden, meinte Schindler, vor allem angesichts des freundschaftlichen Verhältnisses, das der Bundes­präsident zum Chefredakteur der Bild-Zeitung gepflegt habe. „Ich bin der Auffassung: Der Präsident bleibt im Amt“, unterstrich Schindler seinen Standpunkt, durchaus anmerkend, dass Wulff „einen Bock geschossen“ habe.
Als „Tussi“ bezeichnete Schindler ZDF-Redakteurin Bettina Schausten, die angegeben hatte, für Übernachtungen bei Freunden durchaus 150 Euro zu bezahlen. „Die lad ich ein“, kommentierte der Bundestagsabgeordnete die Reaktion der Journalistin auf die debattierten Privatunterkünfte des Bundespräsidenten.

„Sie sehen die Splitter in den Augen anderer, aber die eigenen Balken nicht“, fasste Schindler die Debatte der Wulff-Gegner zusammen. Dass man mit Menschen wie Finanzunternehmer Maschmeyer keine Freundschaften pflege, da die in der Bürgerschaft nicht gut ankämen, habe der Abgeordnete dem Präsidenten bereits selbst in einem Vier-Augen-Gespräch gesagt. Dennoch stand er der Frage kritisch gegen­über, wie viel und wie schnell ein Politiker etwas in der Öffentlichkeit preis geben müsse. „Soll er sein Privatleben der vergangenen zehn Jahre als Ministerpräsident offen legen? Soll er ein Buch schreiben wie Sarrazin?“, stellte Schindler Fragen in den Raum und plauderte offen aus dem Nähkästchen eigener Erfahrungen mit Ermittlungen und Medien.
Die jüngsten Vorwürfe, die sich gegen den CDU-Mann im Bundestag richten, deutete er ebenfalls ungeschmückt. Ein junger Mann hatte Schindler vorgeworfen, nicht auf seine Mail-Anfrage geantwortet zu haben. Auf die Flut an Nachrichten machte der aufmerksam Im Zusammenhang damit verwies er auf die Schreiber, die erwarteten, morgens eine Antwort zu erhalten, nachdem sie nachts eine Mail gesendet haben: „Das sind Leute, die leiden unter Bedeutungsverlust.“ Für diejenigen könne er sich keine Zeit nehmen. „Ich bin auch kein Psychotherapeut“, ergänzte Schindler, während er auf die 250.000 Wähler verwies, die er in seinem Wahlkreis zu vertreten habe.
Positiv sah er dem weiteren Weg der FDP entgegen: „Sie kommt durch dieses Tal – Totgesagt leben länger.“ Krumm genommen habe man Außenminister Guido Westerwelle, dass der seinen Lebensstil selbst dort mit hineingetragen hat, wo es unangebracht gewesen sei. Die Entscheidung der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die so genannte „Jamaica“-Koalition aufzulösen, trage er mit, denn: „So einen Sprung macht man nicht ohne Fangnetz.“

Eine Spitzenarbeit habe Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Finanzminister Wolfgang Schäuble im vergangenen Jahr geleistet, auch bezüglich der Schuldenkrise in Griechenland. „Ich habe in der ganzen Eurokrise gut geschlafen“, gab Schindler zu. Sicher zeigte er sich, dass Merkel auch 2013 wieder den Regierungsauftrag erhalten werde. „Die Leute sind nicht so dumm, wie sie die Medien gerne machen wollen“, hob er am Ende seiner ausführlichen Rede hervor.

Der Schifferstadter Vorsitzende des CDU-Ortsverbands, Christian Schulz, formulierte als Ziel, bei der nächsten Kommunalwahl die Mehrheitsfraktion bilden zu wollen, um mit genügend Sitzen im Stadtrat eine „Lenk- und Führungsposition zu übernehmen“. -kai

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